Liste der Referendarausbilder

§ 41 Abs. 2 des nordrheinwestfälischen Juristenausbildungsgesetzes (JAG NRW) stellt an die Ausbilder von Referendaren gewisse Anforderungen. Es heißt dort:

„Zur Ausbildung darf nur herangezogen werden, wer dafür fachlich und persönlich geeignet erscheint und die Gewähr dafür bietet, dass er die Referendarin oder den Referendar in der Praxis gründlich ausbilden kann.
Die Ausbilderin oder der Ausbilder muss vor allem das Interesse und das eigene Bemühen der Referendarinnen oder Referendare wecken und ihnen das Bewusstsein vermitteln, verantwortlich an der Erfüllung der Aufgaben der Praxis mitzuarbeiten. Denk– und Arbeitsmethoden der Berufgruppe der Ausbilderin oder des Ausbilders sind den Referendarinnen und Referendaren vertraut zu machen.“

Aufgrund einer Art Selbstverpflichtung gegenüber dem nordrheinwestfälischen Landesjustizprüfungsamt führen die Rechtsanwaltskammern Düsseldorf, Hamm und Köln Listen der „ausbildungsberechtigten Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte“. Die Aufnahme in diese Liste setzt (neben der grundsätzlichen Ausbildereignung) eine mindestens 3-jährige Zulassung voraus.

Zuweisungen von Referendaren in der Anwaltsstage erfolgen nur an solche Kolleginnen und Kollegen, die in der Liste eingetragen sind. Für die Wahlstage gelten dagegen keine Beschränkungen. Aufgehoben sind auch die früheren Vorgaben, wonach reine OLG-Anwälte und Syndikusanwälte keine Referendare in der Anwaltsstage ausbilden durften.

Die Aufnahme in die Ausbilder-Liste erfolgt auf Antrag. Sie können diesen Antrag schriftlich oder sogleich online an die Kammer-Geschäftsstelle richten.

Bitte beachten Sie, dass zu einer verantwortlichen Ausbildung von Referendaren auch die rechtzeitige (für die Abwicklung der Examensformalitäten dringend erforderliche) Abgabe der Stagen-Zeugnisse gehört. Die Landgerichte klagen hier häufig über Verzögerungen.

Hinweis: Welche Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in der Ausbilder-Liste verzeichnet sind, kann in der Rubrik „Anwaltssuche“ unter dem Stichwort „Ausbildungsberechtigte“ abgefragt werden.

Antrag auf Aufnahme in die Liste der Referendarausbilder